Reactions to story from metaroll - wer hat wen in der blogroll? job

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  • Photo of rjoerges

    Twitter - das schnellste Medium

    http://www.contentxperten.de/2008/07/25/twitter-das-schnells...
    42 days ago in contentXperten · Authority: 25

    Wer sich immer noch nicht über den Sinn des Microblogging-Dienstes Twitter klar ist: Soeben gab es mehrere Bombenanschläge in Bangalore. Zu diesem Zeitpunkt gibt es darüber noch keine Berichterstattung. Nur in Twitter geht es rund. Betroffene melden sich im Sekundenbruchteil-Abstand zu Wort. Aus den Kommentaren: Benedikt hat unter dem Eindruck des Twitter-Storms zu den Bangalore-Bombenanschlägen einen Twitter-Aggregator gebastelt, der verschiedene Desaster-Meldungen trackt: Twisaster.

  • Photo of tobitas

    ESOF: Stammzellen und ich live im Radio

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2008/07/esof-freitag.ph...

    ESOF: Stammzellen und ich live im Radio Kategorie: Konferenzen und Reisen·Naturwissenschaften·Politik · Kommentare: 7 Das ESOF (EuroScience Open Forum) ist eröffnet. Bei der Registrierung hat mir eine Hostess erzählt, dass etwa 5000 Teilnehmer sich angemeldet haben, und ich bin einer davon. WLAN gibts auch, daher gabs heute auch schon ein Bombardement mit rund 50 Posts mit live Berichterstattung auf Twitter. Werde wohl morgen die Frequenz etwas verringern. Wer Lust hat, kann sich gerne noch dazu schalten. Heute war ich bei einer Debatte über Stammzellen und es ging um die unterschiedlichen Positionen in Deutschland und Großbritannien zur Forschung an humanen embryonalen Stammzellen. Sprecher waren Urban Wiesing aus Tübungen, ein Historiker und Ethiker, und Stephen Minger aus London, ein Stammzellforscher, der tatsächlich an humanen embryonalen Stammzellen forscht. Wir erinnern uns: Anfang des Jahres gab es in Deutschland eine intensive Debatte über die Verschiebung des Stichtags zum Import humaner embryonaler Stammzelllinien. Hier im Blog habe ich ausführlich darüber berichtet (links bei "Blog durchsuchen" Stammzellen eintippen). Letzte Meldungen aus Großbritannien waren über die Herstellung von sogenannten Chimären, also Embryonen aus Kuheizelle und menschlicher DNA. Stephen Minger Minger hat angefangen und in einer halben Stunde einen Abriss über die Entwicklung der Forschung an embryonalen Stammzellen geliefert. Er hat Bilder aus dem Labor des Südkoreaners Hwang gezeigt, der ja fälschlicherweise behauptet hatte, menschliche embryonale Stammzellen durch klonieren hergestellt zu haben. Die haben, ähnlich der Arbeit in einer Manufaktur 2200 gespendete menschliche Eizellen entkernt und mit Spender DNA versehen, und letztendlich hat sich kein einziges davon zum Embryon entwickelt. Im Gegensatz zu Behauptungen Hwangs, die ja in Science publiziert wurden, und danach wieder zurück gezogen wurden. Minger hat noch Details zu den Chimären erzählt. Momentan wird im britischen Parlament darüber debattiert und im Oktober abgestimmt. Er hat einen Vergleich angebracht, den ich mir so bisher auch noch nicht bewusst gemacht habe. Jede transgene Maus trägt ja letztendlich mehr oder weniger menschliches Erbgut (zum Teil das ganze menschliche Immunsystem). Und da macht auch keiner Theater. Urban Wiesing Wiesing hat dann die rechtliche Situation zum ungeborenen Leben in Deutschland erläutert: Die Pille und die Pille danach sind erlaubt. Abtreibungen werden toleriert, die Forschung an humanen embryonalen Stammzellen aber ist weitgehend verboten. Er sieht klare Widersprüche und Unbeständigkeiten in der aktuellen Gesetzgebung, er hat aber auch darauf hingewiesen, dass es momentan recht wenige Forschungsprojekte sind, die aktiv mit der Regelung in Konflikt kommen können. Wiesing hat die Fronten bei der Diskussion klar aufgezeigt: Christdemokraten, GRÜNE und die Kirchen auf der einen Seite, als so genannte "Pro-Life" Unterstützer, und die liberale und forschungsfreundliche Position auf der anderen Seite, denen nicht so klar einzelne Gruppen zugeordnet werden können. Er ist sehr skeptisch, was die forschungsfreundliche Rolle des neu berufenen deutschen Ethikrats betrifft. Angeblich sind da 70% der Mitglieder mit christlichen Kirchen assoziiert. Dabei sind in Deutschland wohl gerade mal rund 20% der Menschen gläubig. Das nenne ich gelungene Lobbyarbeit. Er hat das Stammzelldilemma folgendermaßen in Worte gefasst: "Irresponsible German hypocrisy: Wash me, but don't make me wet." Was kann man da noch hinzufügen. Vielleicht noch, dass ich morgen auf Radioeins vom rbb ab etwa 11:40 Uhr live im Interview zur ESOF zu hören sein werde. Es gibt wohl sogar einen Livestream, wenn es jemanden interessiert. Autor: Tobias· 18.07.08 · 19:45 Uhr·

  • Photo of fenzel

    vielfalt, chaos, freiheit

    http://wirres.net/article/articleview/4944/1/6/

    ich in begeistert! hier könnte der artikel aufhören und ich bin normalerweise nach dem ersten ausrufezeichen schon erschöpft. aber ich will dann doch, bevor ich aufhöre noch ein wenig ausholen und erklären warum. ganz weit ausholen. erstmal: ich bin fasziniert vom chaos. von systemen die ohne oder mit minimaler zentraler steuerung schöpferisch oder irgendwie tätig sind und leben. deshalb mag ich grossstädte, das internet, das blogdings und irgendwie auch die natur. die protagonisten in diesen systemen agieren zuallererst eigennützig und mehr oder weniger selbstbestimmt. trotzdem bilden sie, wenn es ihnen zweckmässig oder für ihr ziel (eigennutz) hilfreich erscheint gruppen, zweckgemeinschaften, ringe oder symbiosen und von aussen betrachtet ein ökosystem in dem alles voneinander abhängt und trotzdem, schlussendlich, jeder für sich allein steht. eine stadt, die natur oder das internet scheinen auf den ersten blick chaotisch und unkontrollierbar, schaffen aber lauter nischen in denen sich vortrefflich leben lässt. die systeme als ganzes sind nicht wirklich kontrollierbar oder steuerbar, einzelne nischen sind aber durchaus überschaubar und in gewissem masse auch steuerbar. wenn man sich mit den nischen, mit ausschnitten befasst kann man sie teilweise sogar verstehen, ihre funktionsweise, die abhängigkeiten, die ihnen zugrunde liegenden mechanismen. aber um sie zu verstehen braucht man geduld, beobachtungsgabe und -willen und werkzeuge. werkzeuge, die einem helfen sich zu orientieren. werkzeuge, die unsichtbares zutage fördern. in einer stadt sind das stadtpläne, stadtmagazine, karten, andere menschen, also soziale beziehungen und eben erfahrung und beobachtungsgabe, experimentierfreude, neugier. im internet ist das nicht anders. ohne suchmaschinen oder verzeichnisse, empfehlungen von anderen, geduld, beobachtungsgabe, erfahrung und neugier scheint das internet wie ein chaotischer haufen. mit den richtgen werkzeugen aber erkennt man strukturen, nischen, lernt nützliches und überflüssiges zu unterscheiden, findet seinen weg und möglichkeiten teilzunehmen. eigentlich ganz einfach und logisch: menschen brauchen werkzeuge um sich in der welt zurechtzufinden. seitdem ich 1994 zum erstemal das internet betrat ist das so. das erste was ich tat, war eine seite zu bauen die nichts anderes ausdrücken wollte als „hier bin ich“, „ich bin ich“ oder genauer: „hallo welt“ — früher nannte man das einen claim abstecken, damals nannte man es „homepage“. das zweite was ich tat war einen weg durch das chaos zu finden und ihn zu kartografieren: linklisten und verzeichnisse erstellen, informationen zu bündeln und anderen zur verfügung zu stellen. yahoo hat damals nichts anderes getan als alle anderen im internet. das chaos kartografieren. yahoo hat das damals ein bisschen besser als alle anderen getan und war deshalb auch ein bisschen erfolgreicher als alle anderen. yahoo war ein enorm nützliches werkzeug. erst sehr viel später kamen suchmaschinen auf. suchmaschinen und verzeichnisse waren von anfang an nützliche werkzeuge um sich im chaos des internets zurechtzufinden. nicht zu vergessen, auch schon in den neunziger jahren gab es unzählige seiten auf denen menschen anderen menschen empfehlungen für andere webseiten gaben. sie nannten sich damals noch nicht weblogs, sondern „cool site of the day“, „wohin.heute.de“, „the daily muse“ und was weiss ich (hab ix alles vergessen). wo war ich? achja. werkzeuge. heute heissen meine werkzeuge google, feedreader, twitter, friendfeed, technorati, rankings, rivva, blogs, usw. — sie helfen mir das zu finden was mich interessiert oder interessieren könnte, was ich zur arbeit oder zum vergnügen, zum informieren oder zum schreiben brauche. moment mal — rivva? dieser dienst von dem man hört, dass er nur noch blog-müll zu tage fördert, seo-schrott und blogparaden-kack? das ding von dem einige behaupten. dass es mitverantwortlich für den angeblich desaströsen ruf des blogdings in der „welt das draussen“? selbstrefernzeille nabelschau, technik-gebrabbel und ausgelebtes nerdtum, alles verseucht durch seo- und werbefuzzis? genau das ding. ich liebe rivva. es zeigt mir wo diskussionen enstehen, wie sie zusammenhängen, welche themen gerade diskutiert werden. das rauschen, den schrott der dort hin und wieder auftaucht kann ich ausblenden und ignorieren wie hupende autofahrer auf der strasse oder schreiende kinder im prenzlauer berg. ich muss mich nicht (mehr) über jeden scheisshaufen auf dem bürgersteig aufregen, über alles was mir nicht passt in dieser stadt. ich blende besoffene, proleten, schmutz und kaputte automaten soweit ich kann aus. ich mag das chaos, den schmutz, die vielfalt — auch weil ich diese dinge — soweit nötig — ignorien kann. oder anders gesagt: nichts ist mir fremder als die haltung meines nachbarns in stuttgart der manchmal montags bei mir klingelte und mich wutentbrannt darauf hinwies, dass ich meine kehrwoche nicht erledigt hätte, dass das treppenhaus jetzt „schmutzig“ sei und — das war sein top-argument — was denn „die leute“ denken sollten? was sollen denn die leute denken? sie sollen denken was sie wollen, solange sie mich in ruhe lassen mit ihren kruden ansichten — und vor allem sollen sie mir meine werkzeuge, meine art mich zurechtzufinden nicht schlechtreden. ich mag meine nische und nischen sind nicht zum verteidigen, sondern zum darin leben gedacht. was ich eigentlich sagen wollte: ich finde rivva klasse und seit heute, mit dem neuen geo-gedöns und der irre genauen und vollen deutschland-blogkarte finde ich rivva noch klasser. durch die blog-karte zu blättern zeigt welche ungeheure vielfalt an blogs in deutschland rumliegt, auch wenn sie erst einen kleinen teil der blogs in rivvas index (der wiederrum nur ein kleiner teil aller deutschen blogs ist) zeigt. vielfalt ist gut. sie ist ein ausdruck von freiheit und das gegenteil von regulierung. trotzdem, ein bisschen ordnung, ein bisschen struktur in diese vielfalt zu bringen, mir werkzeuge einfach so zur verfügung zu stellen, für diesen versuch bin ix frank westphal dankbar. (kommentare) (autor: felix schwenzel)

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